2026Wanderkreis

Septemberwanderung

Zur Septemberwanderung bei schönem, sonnigem Sommerwetter treffen sich am Sonntag, den 20. September 2026 um 13.00 Uhr 27 Wanderfreunde der Wandergruppe im Heimatverein Düngstrup e.V. auf dem Parkplatz an der Vogelstange beim Friedhof. Ingrid Utikal begrüßt alle Wanderfreunde recht herzlich. Es werden Fahrgemeinschaften gebildet und zum Ausgangspunkt der Wanderung zur Aue am Varnhorner Weg gefahren.

Die Wanderung beginnt am Ausgangspunkt zum Landgasthof Engelmannsbäke, wo auf uns eine schöne gedeckte Kaffeetafel wartet mit leckeren Kuchen. Nach der Stärkung geht es direkt zum Großsteingrab „Heidenopfertisch“ bevor wir den „Visbeker Bräutigam“ erreichen. Kultur darf auf dieser Wanderung nicht fehlen. Ingrid Utikal erzählt die Geschichte vom Heidenopfertisch, Visbeker Bräutigam und die Sage von Braut und Bräutigam.

Großsteingrab „Heidenopfertisch“ Dieses Großsteingrab ist Teil der Straße der Megalithkultur. Das Großsteingrab „Heidenopfertisch“ befindet sich in der Gemeinde Visbek im südoldenburgischen Landkreis Vechta. Der „Heidenopfertisch“ verfügt über den größten und schwersten erhaltenen Deckstein aller Großsteingräber im Oldenburgischen. Die Grabkammer ist etwa 10,00 m x 2,50 m groß und es gibt keine Hinweise auf eine Einfassung. Der Zugang, von dem keine Steine erhalten sind, lag vermutlich im westlichen Teil der Südseite.

Großsteingrab „Visbeker Bräutigam“

Ein beeindruckendes Kulturdenkmal ist das Großsteingrab des „Visbeker Bräutigams.“ Das Großsteingrab ist mit einer Länge von 104 Metern das größte Hünenbett Niedersachsens. Ursprünglich bestand es aus etwa 170 Findlingsblöcken, von denen heute noch rund 130 erhalten sind. Die Grabkammer im westlichen Teil des Hünenbetts wirkt im Vergleich zur mächtigen Umfassung fast bescheiden. Die Anlage stammt aus der Jungsteinzeit und gehört zur Trichterbecherkultur (3500 -2800 v. Chr.) einer Epoche, in der Menschen begannen, große Steinmonumente zu errichten. Der Visbeker Bräutigam liegt direkt am sogenannten „Brautweg“, einen Wanderpfad durch die schönen Wälder der Wildeshauser Geest.

Die Sage von Braut und Bräutigam

Der Visbeker Bräutigam und die Visbeker Braut sind durch eine bewegende Sage miteinander verbunden. Einst sollte eine junge Bauerntochter aus reichem Hause einen ungeliebten Mann heiraten, den ihr Vater für sie ausgewählt hatte. Am Tag der Hochzeit zog die Hochzeitsgesellschaft festlich gekleidet durch die Heide in Richtung Visbek. Die Braut war jedoch voller Verzweiflung und flehte Gott an: “Hilf mir! Lieber will ich zu Stein werden, als einen Mann zu heiraten, den ich nicht Lieben kann.“ Ihr Wunsch wurde erhört, und die gesamte Hochzeitsgesellschaft erstarrte zu Stein. Der Bräutigam erlitt das gleiche Schicksal und steht bis heute wenige Kilometer entfernt als „Visbeker Bräutigam“ Der Brautweg führt uns durch das verwunschene Naturschutzgebiet „Bäken der Endeler und Holzhauser Heide“ wieder zum Ausganspunkt zurück.

 Ingrid Utikal bedankt sich bei den Wanderfreunden für die Teilnahme. Sie wünscht allen Teilnehmern eine schöne Heimfahrt.